Wandern mit dem Vierbeiner

Was könnte es für einen Hund Schöneres geben als einen Urlaub mit dem Hund. Toll wäre auch, wenn der Urlaub ein einziger Spaziergang ist? Und zwar nicht im Kreis herum und immer wieder dieselbe Runde, sondern jeden Tag eine neue Route, eine neue Tour durch unbekannte Landschaften. Eine ideale Urlaubsform für Mensch und Tier!

Auf dem richtigen Weg bleiben

Solange der Vierbeiner weder übergewichtig ist, noch sonstige körperliche Gebrechen hat, spricht nichts gegen einen Aktivurlaub dieser Art. Für mehrwöchige Wanderungen mit Übernachtungen in Zelt oder Hütte sollte man allerdings vorher schon die Versorgung planen. Am besten im Voraus die Hütten abtelefonieren, damit dort Hundefutter vorrätig gemacht wird oder selbst genug in den Rucksack packen. Wer in wirklich menschenleere Gebiete will, der sollte sich außerdem mit ausreichend Kartenmaterial ausstatten. Um auch im Notfall in den nächsten Ort zu finden, lohnt sich die Überlegung, sich vielleicht auch vorab die entsprechenden Navigationsgeräte günstig zu besorgen. Die meisten Geräte verfügen über GPS, das auch in Gegenden wo keine Straßen sind, zumindest per Knopfdruck die Positionsdaten ausgibt und die Himmelsrichtung zur nächsten Straße weisen kann. Für alle Fälle sollte man bei solchen entlegenen Touren fernab der Zivilisation auf jeden Fall ein Erste-Hilfe-Paket nicht nur für sich, sondern auch für den vierbeinigen Freund packen. Hinein gehört auf jeden Fall Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel, aber auch eine Reihe von Medikamenten sowie speziell für den Hund robuste Socken oder spezielle Stulpen für mögliche Pfoten- und Beinverletzungen.

Geeignete Routen

Um eine Gegend zu finden, in der nicht nur menschliche, sondern auch tierische Wanderer willkommen sind, muss man von Deutschland aus gar nicht weit reisen. Zur Wahl stehen zum Beispiel die skandinavischen Länder, die mit gemäßigten Temperaturen und riesigen, schattigen Waldgebieten durchsetzt von kleinen erfrischenden Badeseen klimatisch gute Bedingungen bieten und im Sommer die erste Wahl sein sollten. Im Frühjahr oder Herbst kann man sich auch in den Süden vorwagen, in den Hochebenen Frankreichs oder den Wäldern der Pyrenäen findet man eine große Auswahl an gut markierten Wanderrouten, wo man auch in Hütten Unterkunft finden kann. In Deutschland sind die Bestimmungen für Bergtouren mit Hunden recht streng und es wird potenziell schwieriger sein, Unterkunft zu finden, wo auch der Vierbeiner willkommen ist. Unberührte Natur für selbst geplante Touren mit Zelt und Rucksack findet man am ehesten noch in den östlichen Landesteilen rund um das Elbsandsteingebirge oder die Müritz. Egal wohin es geht, Ihr Hund wird Ihnen den wahrlich langen Spaziergang danken und ein treuer Weggefährte sein.

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